Besuch bei bee-friend

Am 20. Mai war Weltbienentag, und unsere Kita machte sich auf zum Bienenstand am Laimer Anger.

Denn die kleinen fleißigen Wesen sind nicht nur spannend zu beobachten, sondern auch bedroht. Putzbiene, Ammenbiene, Honigmacherin, Baubiene, Wächterbiene, Sammelbiene und Spurbiene … Das alles sind keine verschiedenen Bienen, sondern die vielen Stationen eines einzigen Bienenlebens! Obwohl das nur 34 Tage lang ist, sind die kleinen pelzigen Tierchen doch so wichtig für unsere Welt.

Mit der Tram machte sich die Kindergruppe samt Team und einigen Eltern voller Vorfreude auf den Weg zu den Bienen nach Laim. Hinter einem idyllischen Holzzaun leuchteten der Gruppe bereits die bunten Bienenhäuser auf der Wiese entgegen: Bienenstöcke aus blau-, grün- und orangefarbenen Kästen. Vor Ort bekamen die Kinder nach einer leckeren Brotzeit echte Imkeranzüge an. Nun konnten die Bienen bei ihrer vielfältigen Arbeit direkt am Stock beobachtet werden. „Man darf die Bienen nicht wegscheuchen. Sonst denken sie, wir ärgern sie, und dann ärgern sie zurück und stechen“, erklärte ein Junge stolz. Die Kinder durften auch in eine Bienenbeute hineinschauen, so wird das Haus der Bienen genannt. Sie erfuhren, wie wichtig Bienen sind, damit wir Obst und Gemüse haben.

Außerdem tragen Bienen dazu bei, die Artenvielfalt zu erhalten. Denn manche Blüten können nur von ganz bestimmten Insekten bestäubt werden. Das Tolle an der Honigbiene ist, dass sie mit ihrem mittellangen Rüssel sehr viele Blüten bestäuben kann. Ohne Bienen und Hummeln geht nichts! Der allergrößte Teil der Nutz- und Wildpflanzen wird von ihnen bestäubt. Pro Tag besucht eine Honigbiene ungefähr 200 Blüten! Wie viele Blüten das wohl sind, die ein ganzer Bienenstock am Tag anfliegt? Den Pollen, so erfuhren die Kinder, nutzen die Bienen, um ihre Brut aufzuziehen. So hat jeder etwas davon, die Pflanze und die Biene. Doch leider ist die Biene auch sehr gefährdet, durch Gifte auf den Feldern und fehlende Nahrung.

Hier, direkt am Bienenstock, bekommen Klein und Groß eine Verbindung zur Natur. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um sie zu schützen. Außerdem lernen die Kinder am Stock Achtsamkeit und Konzentration im Umgang mit den Tieren. Am Schluss durfte sich jedes Kind noch ein kleines Glas Honig aus der Imkerei mitnehmen.

Der Besuch hat bei den Kita-Kindern und Erwachsenen einen bleibenden Eindruck hinterlassen: wie schön und wichtig der Kreislauf der Natur ist, dass Bienen unsere Freunde sind und wir freundlich zu ihnen sein sollten. Umso besser, dass die Kita in ihrem Garten viele Wildkräuter und auch Sonnenblumen hat, die die kleinen gelben Tierchen besonders lieben!

Was könnten wir noch tun, damit sich Insekten bei uns noch wohler fühlen? Wir werden berichten!